Studio Babelsberg macht Tonabteilung international konkurrenzfähig

11.02.2005

Erste Erweiterungsaßnahmen bereits abgeschlossen

Wie auf der Pressekonferenz der ersten 100 Tage im Dezember angekündigt, setzt das neue Management von Studio Babelsberg für den Ausbau der Tonabteilung auf eine Internationalisierung.

Im Rahmen dieser neuen strategischen Ausrichtung ist das erste Maßnahmenpaket abgeschlossen:

Dank der Aufrüstung der Tonstudios A, D und F mit komplett neuen Systemen für die Tonbearbeitung (Protools Systeme) konnte die erste internationale Produktion bereits akquiriert werden.

„Wir freuen uns, dass unsere Strategie in der kürze der Zeit schon Erfolge aufweist“, so Dr. Carl Woebcken, Geschäftsführer Studio Babelsberg.

„Wir werden diese Strategie fortsetzen und forcieren jetzt vor allem die geplante Erweiterung des Mischateliers auf internationalen Standards“, erklärt Woebcken weiter.

Für die Modernisierung des Studio A ist die Geschäftsführung von Studio Babelsberg unter anderem im Gespräch mit dem Filmorchester Babelsberg. Es wird angestrebt, ein integriertes Misch- und Aufnahmestudio zu realisieren.

„Hierfür ist eine variable Akustik notwendig“, erläutert Woebcken.

„Für die Aufnahmen mit einem Filmorchester wird ein Halleffekt benötigt, für die Endabmischung darf es den Widerhall jedoch auf gar keinen Fall geben. Bei einem integrierten Konzept sind beide Varianten möglich, da man den Hall mit variablen Prismen einstellen kann. Voraussetzung für die Realisierung des Konzeptes ist jedoch, dass das Filmorchester die erforderlichen Umbaumaßnahmen für die Aufnahmeakustik finanzieren kann“, ergänzt Woebcken.

Ein Studio mit den beschriebenen Möglichkeiten könnte selbstverständlich auch anderen Orchestern für Aufnahmen zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus bedeutet die Umsetzung eines integrierten Nutzungskonzeptes auch, dass das Studio weiterhin für Endabmischungen zur Verfügung muss.

Es ist Studio Babelsberg allerdings noch nicht bekannt, inwieweit sich das Filmorchester mit der Frage nach den Räumlichkeiten für die täglichen Proben befasst hat.

Von: Miriam Rönn