Studio Babelsberg gratuliert Kurt Maetzig zum 100. Geburtstag

25.01.2011

Heute feiert der Regisseur Kurt Maetzig seinen 100. Geburtstag. Kurt Maetzig ist einer der Gründungsväter der DEFA und war deren erster künstlerischer Direktor. Er zählt zu den wichtigsten Repräsentanten des DDR-Films. Zudem war er Leiter der Wochenschau Der Augenzeuge sowie Gründungsrektor der Deutschen Hochschule für Filmkunst, der heutigen Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.

Mitarbeiter und Vorstand gratulieren Kurt Maetzig von ganzem Herzen zu seinem wunderbaren Jubiläum. Wir tun dies mit großer Hochachtung vor seiner Lebensleistung. Hinsichtlich Genres und Themen war Kurt Maetzig mit seinen Filmprojekten stets Vorreiter.
Dr. Carl Woebcken
Vorstandsvorsitzender
Studio Babelsberg AG

Dr. Carl Woebcken, Vorstandsvorsitzender Studio Babelsberg AG: „Mitarbeiter und Vorstand gratulie-ren Kurt Maetzig von ganzem Herzen zu seinem wunderbaren Jubiläum. Wir tun dies mit großer Hochachtung vor seiner Lebensleistung. Hinsichtlich Genres und Themen war Kurt Maetzig mit seinen Filmprojekten stets Vorreiter. Viele seiner Filme avancierten zu Filmklassikern. Er hat sich stets für eine kritische, aber faire Auseinandersetzung mit der DDR-Realität und der DDR-Filmkunst eingesetzt und auf Probleme und Widersprüche aufmerksam gemacht“.

Mit Ehe im Schatten (1947) inszenierte Kurt Maetzig den erfolgreichsten Film der Nachkriegszeit, der mit einem Bambi ausgezeichnet wurde. 1949 nahm er im September, also noch vor der Gründung der DDR im Oktober, mit seinem Film Die Buntkarierten als erster ostdeutscher Beitrag am Filmfestival Cannes teil. Später folgten monumentale Auftragswerke wie die Ernst Thälmann-Filme und Das Lied der Matrosen (1958). Er inszenierte mit Der schweigende Stern den ersten Science-Fiction-Film der DEFA und produzierte mit Das Kaninchen bin ich (1965) einen Sozialismus-kritischen Film, der vom Zentralkomitee der SED verboten wurde.

Sein wacher Geist macht ihn bis heute zu einem gesuchten Ratgeber und Gesprächspartner. Das Filmmuseum Potsdam feiert zusammen mit ihm am 28. Januar 2011 und zeigt eine Reihe seiner Filme.