Studio Babelsberg AG veröffentlicht Geschäftszahlen 2012

14.05.2013

Schlechte Auftragslage und Sonderabwertung belasten das Ergebnis – deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung für 2013 erwartet

Das Geschäftsjahr 2012 war wirtschaftlich schwierig für die Studio Babelsberg Gruppe. Bis zum Herbst 2012 konnte das Unternehmen keine große internationale Filmproduktion akquirieren. Einzelne Servicebereiche arbeiteten vorwiegend für kleinere deutsche Filmproduktionen. Darüber hinaus hat das Studio aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung eine außerordentliche Darlehensabwertung durchgeführt.

Im September 2012 starteten die Vorbereitungen für die französische Filmproduktion Die Schöne und das Biest unter der Regie von Christophe Gans, in den Hauptrollen Vincent Cassel und Léa Seydoux. Dies war die einzige größere internationale Produktion im vergangenen Jahr. Durch diese geringe Auftragslage waren die Produktionskapazitäten im Jahresverlauf nur unzureichend ausgelastet. Der Gesamtumsatz der Studio Babelsberg Gruppe verringerte sich gegenüber 2011 von 43,9 Mio. € auf 9,0 Mio. €. Die Gesamtleistung des Konzerns reduzierte sich von 44,3 Mio. € auf 22,5 Mio. €. Die Studio Babelsberg Gruppe realisierte im Geschäftsjahr 2012 einen Verlust in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: Gewinn 0,4 Mio. €). Der im Einzelabschluss der Studio Babelsberg AG ausgewiesene Verlust beträgt 7,2 Mio. € (Vorjahr: Gewinn 1,3 Mio. €).

Trotz des Verlustes in 2012 weist die Studio Babelsberg AG zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ein Eigenkapital in Höhe von 26,3 Mio. € aus. Die Eigenkapitalquote im Konzern liegt bei 58 Prozent, auf AG-Ebene bei 79 Prozent. Der Konzern arbeitet weiterhin ohne Bankverbindlichkeiten und verfügte zum Stichtag über eine freie Liquidität von mehr als 3 Mio. €.

Ursächlich für die Ergebnisverschlechterung ist neben der geringen Auslastung der Kernaktivitäten Studiovermietung und Dekorationsbau vor allem die Abwertung eines Darlehens der Tochtergesellschaft Babelsberg Motion Pictures International GmbH gegenüber der Silver Slate LLC (anteilige Finanzierung des sogenannten Dark Castle Slates) in Höhe von 5 Mio. €. Diese Abwertung hat der Vorstand aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen. Der Dark Castle Slate ist als revolvierender Produktionsfonds konstruiert. Daher kann erst nach Abschluss der Kinoauswertung der Filme abgeschätzt werden, wie viele der ursprünglich vorgesehenen insgesamt 15 Filme finanziert werden können. Das vorgesehene Produktionsvolumen von jährlich zwei Filmen wird auf jeden Fall nicht eingehalten. Vor dem Hintergrund der nicht gesicherten Finanzierung aller Filme dieses Slates hat die Studio Babelsberg AG bereits in 2011 ihre Schlussergebnisbeteiligung an diesem Filmpaket, die sie 2008 für
0,5 Mio. $ erworben hat, vollständig wertberichtigt. Nunmehr erscheint es ausgeschlossen, dass das nach den bisher eingegangenen Zahlungen (2,6 Mio. €) verbleibende Darlehen während der Laufzeit des Kredites bis zum 31.12.2020 aus den Verwertungserlösen getilgt werden kann.

Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstands zu, der Hauptversammlung den Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2012 vorzuschlagen.

Im Jahr 2013 sind bisher vier internationale Filme in Babelsberg in Produktion: The Grand Budapest Hotel (Regie: Wes Anderson), The Book Thief (Regie: Brian Percival), The Monuments Men (Regie: George Clooney) und The Voices (Regie: Marjane Satrapi). Der Vorstand befindet sich in Verhandlungen über weitere Projekte für das laufende Jahr. Aufgrund dieses guten Starts ins aktuelle Jahr rechnet Studio Babelsberg für das Geschäftsjahr 2013 mit einer deutlich verbesserten operativen Geschäftsentwicklung.

Im Geschäftsjahr 2012 hat die Deutsche Börse AG den First Quotation Board als Teilsegment des Freiverkehrs (Open Market) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum 15.12.2012 geschlossen. Somit wurden in Folge dieser Entscheidung die Aktien der Studio Babelsberg AG nur noch bis zum 15.12.2012 an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Nach Schließung des First Quotation Board blieben die Aktien im Freiverkehr der Börse München und der Börse Berlin einbezogen. Die Studio Babelsberg AG hat die Börse München zur „Heimatbörse“ bestimmt.

Die Hauptversammlung der Studio Babelsberg AG findet am 8. Juli 2013 im fx.Center Babelsberg statt. Der Geschäftsbericht 2012 steht ab Ende Mai im Internet unter www.studiobabelsberg.com  zum Download zur Verfügung.

Pressekontakt:
Eike Wolf | Leitung Unternehmenskommunikation/ Unternehmenssprecher
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