STARTBÜRO Babelsberg – jetzt mit zwei Teams und doppelten Chancen

11.01.2016

Mit ihrer Initiative „STARTBÜRO Babelsberg“ fördern Studio Babelsberg und die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF mit Unterstützung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) auch 2016 den filmischen Nachwuchs am Standort.

2015 boten Studio Babelsberg und Filmuni ihr „STARTBÜRO Babelsberg“ erstmalig an. Das einjährige Projektstipendium für ehemalige Studierende der Filmuniversität sichert einem Alumni-Projekt ein Büro samt Basisausstattung auf dem Studiogelände, 10.000 Euro Projektmittel sowie die Option begleitender Beratung seitens aller Beteiligten.


 

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Gabriela Pantring (ILB), Susanne Stürmer (Filmuniversität Babelsberg), Veronika Grob (Medienboard), Eike Wolf (Studio Babelsberg)
Vordere Reihe (v.l.n.r.): Claudio Winterer, Franziska Köslin, Ana Maria Angel, Anna Levinson

Als erstes Team bezog die „Sehr gute Filme“-Mannschaft um Axel Ranisch vor einem Jahr die Räumlichkeiten. Eine produktive Zeit mit vielen Höhepunkten ging vorüber und es ist Zeit, die Schlüssel weiterzureichen.Aufgrund des großen Erfolges kommen 2016 erstmalig zwei Teams in den Genuss der Förderung. Mit Unterstützung durch das Medienboard und Brandenburgs Förderbank ILB wurde das Programm aufgestockt.

Von den Antragsberechtigten der letzten fünf Alumni-Jahrgänge gingen zahlreiche förderfähige Bewerbungen ein, aus denen nun die beiden Siegerteams ausgewählt wurden.Mit "Am Rande der Farben" (AT) erzählt Isabell Šuba eine internationale Liebesgeschichte inmitten der Berliner Street-Art-Szene. Mit Claudio Winterer (Drehbuch) und Franziska Köslin (Produktion), die beide auch an der Filmuni studierten, wird sie in den nächsten Monaten die Geschichte entwickeln, am Treatment und Drehbuch arbeiten. Für Dreh und Fertigstellung konnte Isabell Šuba mit Jan Passmann, Tina Haschke (beide Sound), Hector Marroquin (Filmmusik), Susanne Ocklitz (Schnitt), Michael Thumm und Bettina Bertok (Mischung) weitere Teammitglieder gewinnen, die sie seit dem Studium kennt.Unter dem Arbeitstitel "Wer war Dr. Dr. Lustig?“ plant Anna Levinson gemeinsam mit Ana Maria Angel und Mathieu Pelletier einen animierten Dokumentarfilm über den deutschen Arzt Walter Lustig, der bis 1945 das Jüdische Krankenhaus in Berlin leitete und später von der russischen Besatzungsmacht hingerichtet wurde. Im STARTBÜRO soll dieses komplexe und in jeglicher Hinsicht schwierige Vorhaben, das die Ambivalenz von Opfer-Tätern thematisiert, weiter entwickelt werden.

Heute bezogen die neuen Bewohnerinnen und Bewohner ihr Domizil auf dem Studiogelände gleich neben der Filmuniversität.