Kommissar Oettinger zu Besuch bei Studio Babelsberg

04.11.2015

Der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther H. Oettinger, war am 4. November auf Einladung der Motion Picture Association (MPA) zu Gast bei der Studio Babelsberg AG in Potsdam. Dort hat sich Kommissar Oettinger über die Produktionsbedingungen in einem der weltweit führenden Filmstudios informiert und sich die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Filmherstellung erläutern lassen. Neben einer Besichtigung der historischen Marlene-Dietrich-Halle gehörten sowohl das weltweit renommierte Art Department mit den Kulissenbauten als auch der Fundus von Studio Babelsberg zu den Stationen. Ebenfalls besichtigt wurde das Set der internationalen TV-Serie HOMELAND, deren Staffel Fünf in Koproduktion mit Studio Babelsberg und Fox 21 Television Studios als erste US-Serie überhaupt komplett in Berlin-Brandenburg gefilmt wird. In Kürze wird die Produktion von BERLIN STATION von Paramount TV beginnen.

Weitere nationale und internationale Produktionen, die mit und bei Studio Babelsberg entstanden sind, umfassen Steven Spielbergs BRIDGE OF SPIES – DER UNTERHÄNDLER, CLOUD ATLAS von Tom Tykwer, Lana Wachowski und Andrew „Andy“ Wachowski, CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR, der Oscar©-Gewinner GRAND BUDAPEST HOTEL, MONUMENTS MEN sowie INGLOURIOUS BASTERDS. Demnächst in die Kinos kommen neben BRIDGE OF SPIES auch POINT BREAK sowie A CURE FOR WELLNESS vom „Fluch der Karibik“-Regisseur Gore Verbinski.

Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft:
“Sowohl die kulturelle Vielfalt Deutschlands und Europas als auch die wirtschaftliche Bedeutung werden hier sichtbar. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von der Vielfalt der Wertschöpfungskette.“

Christian Sommer (MPA), Günther H. Oettinger, Dr. Carl Woebcken (Studio Babelsberg AG)


Dr. Carl L. Woebcken, Vorstandsvorsitzender der Studio Babelsberg AG:
„Ich freue mich, dass wir Kommissar Oettinger vor Ort einen direkten Einblick in das Produktionsgeschäft bieten und die Hintergründe aus erster Hand vermitteln konnten. Der internationale Wettbewerb von Anreizsystemen hat sich dramatisch verschärft, weltweit sowie innerhalb Europas. Eine Vielzahl von Ländern setzt auf die Filmindustrie, weil sie das Potenzial für Innovation, Wertschöpfung und Image erkannt haben. Ein international wettbewerbsfähiges Anreizsystem ist für den Produktionsstandort Deutschland von entscheidender Bedeutung. Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) muss dringend aufgestockt werden, damit Deutschland und letztlich auch Europa im internationalen Wettbewerb nicht weiter zurückfällt."

Christian Sommer, Country Representative Germany, Motion Picture Association (MPA):
"Investitionen, wie sie für internationale und nationale Großproduktionen getätigt werden und zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung positiv beitragen, sind nur in einem wettbewerbsfähigen Umfeld möglich. Dazu gehört nicht nur ein verlässlicher Finanzierungsrahmen, sondern auch ein europäischer und nationaler Urheberrechtsrahmen, der eine Refinanzierung der Investitionen ermöglicht. Eine Refinanzierung ist ohne eine exklusive Rechteauswertung nicht möglich. Daher wäre jede Einschränkung der Möglichkeit der exklusiven und territorialen Verbreitung schädlich für Investitionen für den Filmstandort Deutschland. Dieser Zusammenhang zwischen Produktion und Vertrieb ist essentiell."

 

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Über die Motion Picture Association (MPA):
Die Motion Picture Association (MPA) ist ein Verband, der die Interessen von internationalen Produktions- und Vertriebsunternehmen aus den Bereichen Film, Fernsehen und Home Entertainment vertritt. Mitglieder der MPA sind: Paramount Pictures Corporation, Sony Pictures Entertainment Inc., Twentieth Century Fox Film Corporation, Universal City Studios LLC, Walt Disney Studios Motion Pictures, Warner Bros. Entertainment Inc.